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Donnerstag, 2. Januar 2014

Grausamer Tier-Mord im Wildgehege Moritzburg - weißer Hirsch enthauptet


Hirschmord im Moritzburger Wildgehege
Ausflugsziel Moritzburg

Vor den Toren Dresdens, genau genommen 10 km von der sächsischen Landeshauptstadt entfernt, liegt Moritzburg. Das Wildgehege zählt neben dem berühmten Moritzburger Schloss, dem Hochseilgarten und Abenteuerpark, zu den beliebtesten Ausflugszielen in Dresdens Umgebung. In der Neujahrsnacht ereignete sich eine scheußliche Tat im Moritzburger Wildgehege.   

Auf der 40 ha großen Fläche des Wildparks in Moritzburg sind über 30 Tierarten beheimatet, die in artgerechten Quartieren gehalten werden. Darunter Dam- und Rotwild, Rehe, Wildschweine, ebenso Muffelwild, Luchse, Elche als auch verschiedene Fuchsarten, Wölfe, Nutrias, Wildkaninchen, Marderhunde und Waschbären. Im Wildgehege Moritzburg finden überdies geführte Rundgänge statt. Besonders beliebt waren bisher die Exkursionen zur Hirschbrunft. Die Attraktion des Moritzburger Wildgeheges war der weiße Hirsch. Der edle 22-Ender wurde in der Silvesternacht 2013 zu 2014 Opfer eines bestialischen Verbrechens.

Weißer Hirsch ermordet und geköpft

Wie aus Medienberichten hervorgeht, verschafften sich in der Neujahrsnacht Unbekannte Zutritt zum Tierpark Moritzburg. Ihr Ziel war das Gehege, in dem sich auch das heilige Tier - als solches wird die seltene Rothirschart von Weidmännern bezeichnet - befand. Der weiße Hirsch, ein ungerader 22-Ender, lebte seit nunmehr 10 Jahren im Wildgehege Moritzburg. Tierpfleger fanden den enthaupteten Prachthirsch am ersten Neujahrstag vor dem Freigehege. 

Bildbearbeitung Kerstin Schuster
Weißer Hirsch enthauptet

Laut Quelle (Mopo Dresden) berichtete ein Zeuge, er habe in der Nacht einen Schuss vernommen. Während der Untersuchung des Tierkadavers konnten allerdings keine Einschussstellen festgestellt werden. Ebenso wenig konnte die Spusi (Spurensicherung) im Wildgehege Moritzburg Patronenhülsen sicherstellen. Der abgetrennte Kopf des weißen Hirsches samt Geweih blieb unauffindbar. 

Wurde das seltene Rotwild-Exemplar bei lebendigem Leibe enthauptet? 

Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei diesem grauenvollen Akt um ein persönliches Interesse am Hirschkopf bzw. am Geweih des weißen Hirsches handelt. Da das Tier nicht „fachgerecht“ geköpft wurde, spricht alles dagegen, dass die Trophäe verkauft wird. Derzeit laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Fakt ist, dass der Tier-Mord im Moritzburger Wildgehege grausam und abscheulich war, ganz gleich, aus welchen Beweggründen der weiße Hirsch abgeschlachtet wurde. 

Nicht nur für den Wildtierpark in Moritzburg bei Dresden ist der Verlust schmerzlich. Leiden werden auch die Hirschkuh sowie der einjährige und zweijährige Nachwuchs. Vermissen werden auch die Besucher des Wildparks Moritzburg den stolzen Hirsch mit dem 22er Geweih. Vielleicht werden der oder die Täter, die den weißen Hirsch im Moritzburger Wildgehege getötet und enthauptet haben, vom Unglück heimgesucht und somit für die grausame Tat zur Rechenschaft gezogen. „Wer ein weißes Tier tötet, dem bringt das Unglück“ - Zitat des 61-jährigen Weidmanns Christian Lissina (entnommen der Morgenpost Ausgabe vom 02.01.2014).


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