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Dienstag, 19. Februar 2013

Schiffswerft Laubegast muss erhalten bleiben - Investoren dringend gesucht



Dresden Laubegast aktuell - Februar 2013


Als Dresdner Schiffs- und Yachtwerft wird die ehemalige Schiffsreparaturwerft in Laubegast heute bezeichnet. Für mich und viele alteingesessene Laubegaster ist und bleibt es jedoch die „Schiffswerft“. Doch die Werft, die seit 1898 im Dresdner Stadtteil Laubegast ansässig ist, in der nostalgische Seitenraddampfer gebaut worden sind, wo defekte Dampfer, Fähren, Binnenschiffe repariert werden, Schleppkähne, Motorseilfähren und andere Schiffe entstanden sind, steht nun vor dem AUS. 

Die insolvente Dresdner Werft ist noch nicht verloren. Es werden dringend Investoren gesucht!

Insolvente Schiffs- und Yachtwerft Laubegast hofft auf Investoren

 


SOS - rettet die Schiffswerft Laubegast   



Hilferufe auf Karton geschrieben, zieren das Fenster der Halle am Eingang der Dresdner Schiffs- und Yachtwerft. Passanten bleiben stehen, lesen die Botschaft und gehen weiter. Scheinbar unberührt. Warum sollten sie auch einen Gedanken daran verschwenden, ob die Dresdner Traditionsfirma weiterhin Bestand hat oder nicht? 



SOS Schiffswerft Laubegast in Not

Gedanken machen sich hingegen die Werftarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden, wenn sich nicht bald ein neuer Investor findet. Auch in den Köpfen des 69-jährigen Geschäftsführers der Laubegaster Werft, Michael Lohnherr und Udo Rehm, dem technischen Leiter, raucht es gewaltig. Die Werft einfach kampflos aufzugeben, sie unter Wert zu verkaufen, kommt für sie nicht in Frage. Darin sind sich beide einig und sie kämpfen verzweifelt weiter, um die Schiffswerft Laubegast vor dem Untergang zu bewahren. Warum tun sich mögliche Investoren so schwer, eine Entscheidung zu treffen, die zur Rettung der Schiffs- und Yachtwerft in Dresden beitragen kann? 


Weshalb möchte die Sächsische Dampfschifffahrt, die immerhin 13 Elbschiffe in der Laubegaster Schiffswerft regelmäßig warten lässt, nicht in die insolvente Firma investieren? Nicht einmal die Stadt Dresden und gleich gar nicht der Freistaat Sachsen sind bereit, der Schiffswerft finanziell unter die Arme zu greifen. Oberbürgermeisterin Helma Ulrike Orosz sprach sich zwar für den „Fortbestand der Laubegaster Werft“ aus, Geld machte sie allerdings „nicht locker“. Eine Finanzspritze, so lautete die Antwort des sächsischen Finanzministeriums, würde der „Haushaltsordnung widersprechen“. So jedenfalls geht es aus den Medien hervor. 

Schiffe in der Laubegaster Werft

Rettet die Dresdner Werft vor dem Untergang, sie ist ein Teil von Laubegast 


Sie fragen sich vielleicht, was ich mit der Dresdner Schiffs- und Yachtwerft zu tun habe? Persönlich absolut nichts kann ich Ihnen versichern. Doch die Schiffswerft ist ein Teil von Laubegast. Sie gehört hierher. Darum liegt es mir am Herzen, dass sie hier bleibt. Den Laubegastern - so meine Meinung - wurde schon genug genommen.Die Schiffsanlegestelle am Laubegaster Ufer, in der Nähe vom Volkshaus Laubegast, wurde einst wegrationalisiert, ebenso wie die Fähre, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befand. Vorbei war es mit der gemütlichen Überfahrt von einem Elbe-Ufer zum anderen. Abgeschnitten war der Weg zur gegenüberliegenden Seite. Für viele Bewohner hieß es fortan, „umsteigen“ und längere Arbeitswege in Kauf nehmen. Ein kleiner Abstecher auf die andere Seite der Elbe war ebenso nicht mehr möglich, was bedauerlich war und nach wie vor ist. Gleichfalls sind zahlreiche Grünflächen und auch die Gärtnereien aus Laubegast verschwunden. Natur pur und Idylle war einmal.  

Neue Häuser im Hochwassergebiet Laubegast
Was hat all dies mit der insolventen Dresdner Schiffs- und Yachtwerft zu tun?  
Gar nichts! Doch ich persönlich möchte nicht, dass noch ein Stück „Nostalgie“ verloren geht und das auf dem Gelände der Schiffswerft irgendwann vielleicht einmal uncharmante Klötze stehen werden, die sich „Architektenhäuser“ nennen. Nur ein paar Meter von der Werft entfernt, Richtung Lockwitzbach/Meußlitzer Straße, werden in Kürze eben solche Gebäude entstehen. Im Dresdner Überflutungsgebiet wohl bemerkt.

Was wird aus dem Werftgelände, wenn Ende März 2013 dort die Lichter für immer ausgehen, weil sich kein Investor findet? Kann es sein, dass das 44.000 m² Grundstück zwischen Elbe und Österreicher Straße, auf dem sich die Werft befindet, bereits schon anderweitig „verplant“ ist? Sowohl Slipanlagen als auch die beiden Gebäude stehen unter Denkmalschutz, was das Werftgelände somit als Bauland unatraktiv macht. Oder vielleicht doch nicht?

Luxusdampfer "August der Starke" in der Laubegaster Werft
Die Schiffswerft muss erhalten bleiben, sie ist ein Teil von Laubegast

 Darum mein Appell: 

Rettet die Dresdner Werft vor dem Untergang! Erhaltet ein Stück Heimat, etwas Nostalgie und sichert die Arbeitsplätze der Werftarbeiter!




 

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