Dresden - suchen und finden

Montag, 27. August 2012

Von Dresden nach Scharbeutz - kostenloser Urlaub an der Ostsee


Ein kostenloser Urlaub an der Ostsee in Scharbeutz stand auf dem Plan. Ostseeurlaub der etwas anderen Art - Arbeit und Erholung. Für mich jedenfalls. Meine beiden Schätzchen sollten einfach nur an der Ostsee Urlaub machen, ausspannen, entspannen. 

Von Dresden nach Scharbeutz (im Bundesland Schleswig Holstein, in Ostholstein) legten wir eine Fahrzeit von knapp 6 Stunden zurück. Zum Glück kamen wir gut durch, denn es war kein Stau auf der Autobahn. Selbst an den Baustellen ging es relativ zügig voran. Am späten Nachmittag trudelten wir mit Sack und Pack in Scharbeutz ein. Endlich war ich an „meiner Ostsee“. Dachte ich jedenfalls.

Bahnhof Scharbeutz

Etwa zwei Stündchen nach der Ankunft in unserer kostenlosen Urlaubsunterkunft in Scharbeutz, machten wir uns auf, um an den Strand zu gehen, der ca. 20 Minuten Fußmarsch entfernt lag. Der etwas längere Weg von der Ferienwohnung zum Ostseestrand an der Lübecker Bucht war nicht das Problem. Auf diese Weise lernten wir gleich ein Stück von Scharbeutz kennen. Schön war es schon irgendwie. Nur - ich muss gestehen - ziemlich überlaufen. Je näher wir in Strandnähe kamen, umso mehr Menschen wurden es.  


Kurpark Scharbeutz


Der Kurpark, den wir zuerst durchquerten, hatte seinen Reiz. Die Minigolfanlage hätten wir am Liebsten sofort in Anspruch genommen. Aber da die Abenddämmerung schon einsetzte, wir unbedingt runter an den Strand wollten, musste das Golfvergnügen warten.





Minigolf am Kurparkteich

Kleiner Golfplatz im Scharbeutzer Kurpark

Minigolfanlage

Nachdem wir den Scharbeutzer Kurpark durchquert hatten, kamen wir auch schon unserem Ziel sehr viel näher. Ein würziger Duft lag in der Luft, der jedoch nicht vom Meer herüber wehte, sondern vielmehr von den zahlreichen Lokalitäten, in denen es die unterschiedlichsten Köstlichkeiten gab. Nun ja, überrascht war ich nicht, denn ohne Essen und Trinken geht es auch im Urlaub nicht. Wir ignorierten die Gerüche, trotz Magengrummeln, und bahnten uns den Weg durch die Menschenmenge. 

Ostseestrand - Lübecker Bucht

Endlich! Ostsee in Sicht. Vor uns lag der Strand. Schnell war ich aus den Schuhen geschlüpft und habe die ersten Schritte barfuß gewagt. Enttäuschung machte sich sofort breit. 
Das war nicht der Sandstrand, den ich in Erinnerung hatte. Der Sand unter meinen nackten Füßen fühlte sich an wie Teig. Nur das er nicht so klebte. Es war eindeutig nicht „meine Ostsee“, wie ich feststellte, nachdem ich mich umgesehen hatte. 





Strandkörbe Scharbeutz

Strandkörbe in Reih und Glied. Alle bereits verschlossen zu dieser Stunde. Menschen über Menschen, auf der Scharbeutzer Seebrücke aber auch am Strand. Selbst wenige Meter vom Meer entfernt befanden sich Biergärten und Bistros, die gut besucht waren. Sehen und gesehen werden, war hier scheinbar das Motto. Klar, zum Baden war es schon etwas zu kühl, aber für einen Strandspaziergang eigentlich optimal. 





Ich watete durch das Kloßmehl was sich Sandstrand nannte. Natürlich konnte ich es nicht lassen - es war ja so verlockend - wenigstens ein Stückchen in die Ostsee hineinzulaufen. Das Wasser war nass - was ja so sein sollte - und ziemlich kalt. 

Ostseewasser

Um ehrlich zu sein, von einem gemütlichen Strandspaziergang konnte nicht die Rede sein. Es waren einfach zu viele Leute unterwegs. Nein, dies würde mit Sicherheit kein entspannter Badeurlaub an der Ostsee werden, denn nach Ruhe und Entspannung sah es am Strand von Scharbeutz nicht aus. Mich störten ebenso die Hotels direkt am Strand. Dort hingen Badetücher zum Trocknen über die Balkonbrüstung. Den Urlaubern auf dem Balkon, welche das Glück hatten, ein Hotelzimmer mit Meeresblick zu ergattern, entging nichts von dem, was sich am Strand abspielte. Also ehrlich, wenn ich mich "begaffen" lassen möchte, kann ich auch in den Zoo gehen. Wir zogen es daher vor, die Strandpromenade wieder zu verlassen. 

Seebrücke Scharbeutz
Strand und Meer - Lübecker Bucht

Kinderspielplatz am Scharbeutzer Strand


Auf dem Rückweg erkundeten wir noch ein wenig die Gegend, die im Großen und Ganzen gar nicht mal so schlecht war und machten uns Gedanken über unseren Urlaub in Scharbeutz. So richtig gefiel es meinen beiden Schätzchen nicht. Gleich gar nicht der Strand. Sie sprachen schon von „sofort wieder abreisen“, obwohl wir erst einige Stunden in Scharbeutz verweilten und es doch noch mehr gab, als den Scharbeutzer Strand, die Seebrücke und die überlaufene Strandpromenade. Schließlich eignete sich das Ostseebad hervorragend für einen abwechslungsreichen Urlaub in der LübeckerBucht

Villa Scharbeutz
Abendlicher Bummel durch Scharbeutz

Bistro Scharbeutz


Stadtrundfahrt Scharbeutz
Unsere Reise von Dresden nach Scharbeutz endete bereits nach 2 Urlaubstagen, denn irgendwie gefiel uns der Massentourismus am Strand überhaupt nicht. Schweren Herzens verabschiedete ich mich von unserer lieben Gastgeberin, die uns ihre privaten Räume als kostenlose Urlaubsunterkunft an der Ostsee zur Verfügung gestellt hatte, und der ich im Gegenzug dafür im Garten helfen sollte.

Fakt ist, der nächste Ostseeurlaub kommt bestimmt und dann an einem ruhigeren Strand. Vielleicht auf Fischland-Darß-Zingst


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen